Du möchtest ein neues Blog-Projekt in Angriff nehmen oder eine neue Website ins Netz stellen? Mit WordPress geht das ganz einfach. Viele haben das kostenlose aber sehr funktionstüchtige Open-Source-CMS längst für sich entdeckt. WordPress ist leicht zu bedienen und flexibel ausbaubar. Auch wenn du weder mit Photoshop umgehen noch programmieren kannst, bietet dir WordPress sehr gute Möglichkeiten, eine professionell aussehende Website aufzubauen.

Ein beliebtes Premium-Theme: Display 3 in 1
Im Netz gibt es eine riesengrosse Auswahl an kostenlosen und kostenpflichtigen Themes. Doch was ist besser? Ein kostenloses oder kostenpflichtiges Theme? Und ist es überhaupt sinnvoll, ein bestehendes Theme zu verwenden? Ist es nicht schlauer, gleich einen gestalterisch begabten Webdesigner zu beauftragen?
Wer mich schon länger kennt, weiss, dass ich bis vor Kurzem selbst WordPress-Webseiten für Kunden gestaltet habe. Auch meine Website ist eine Eigenkreation, bis ins letzte Detail von mir selbst umgesetzt. Deshalb müsste ich eigentlich sagen: Vorgefertigte WordPress-Themes sind nichts. Es ist besser, einen Profi mit der Anfertigung eines individuellen Themes zu beauftragen. So bekommt man etwas Eigenes – eine Website, mit der man sich voll und ganz identifizieren kann. Doch das ist nur die halbe Wahrheit.
Im Idealfall ist es so, wie ich eben geschrieben habe. Doch nicht jeder hat das Budget für einen richtig guten Webdesigner. Und manche geben für ihre Website richtig viel Geld aus, bekommen aber trotzdem nichts Rechtes. Denn viele Webdesigner haben kein besonders gutes Auge für gestalterische Details, und umgekehrt merken dies viele Kunden nicht einmal.
Wie Wahrheit ist: Unter Umständen kann ein vorgefertigtes Theme wesentlich professioneller wirken als ein individuell gestaltetes.
Kommen wir zur zweiten Frage. Was ist besser: ein kostenloses oder ein kostenpflichtiges Theme? Meine Antwort dazu ist ganz klar: ein kostenpflichtiges. Denn die meisten (wenn auch nicht alle) kostenlosen Themes sind nicht schön. Viele kostenpflichtige Themes bieten hingegen viel mehr als eine halbherzig angefertigte Individualkreation. Sie sind von Profis gestaltet und verfügen oft über zahlreiche vorprogrammierte Funktionen. Eine ausführliche Installationsanleitung gibts meist gratis dazu. Ein gutes Theme bekommst du ab ungefähr $27. Das ist wirklich nicht viel, oder? Der einzige Haken: Das Theme gehört nicht allein dir, sondern wird auch von anderen verwendet.
Mein Favorit unter den Anbietern kostenpflichtiger Themes ist ThemeForest. Ob für einen Blog, ein Portfolio oder eine geschäftliche Website: Hier findest du eine reiche Auswahl von sehr schön gestalteten Themes für alle möglichen Zwecke. Fast täglich kommen neue Themes dazu. Die meisten Themes kosten zwischen $30 und $40. Eine weitere tolle Seite aus dem Envato-Netzwerk ist übrigens der GraphicRiver. Hier findest du professionelle Illustrationen, Icons, Texturen und weitere Design-Elemente, die du für die Gestaltung deiner Website verwenden kannst.
Etwas weniger umfangreich aber ebenfalls sehr schön sind die Themes von WooThemes. Du kannst zwischen verschiedenen Mitgliedschaften wählen oder auch einzelne Themes kaufen.
Sehr gut gefällt mir auch die Theme-Auswahl von Elegant Themes. Für eine jährliche Gebühr von $39 bekommst du kompletten Zugriff auf die ganze Sammlung.
Eine kleine, feine und zudem deutschsprachige Sammlung von WordPress-Themes findest du auf webdemar.com. Pro Theme bezahlst du €39. Du kannst die Themes auch direkt bei ThemeShift herunterladen.
Eine ebenfalls kleine und qualitativ immer besser werdende Theme-Sammlung findest du bei templatic. Besonders für Online-Shops sind einige sehr schöne Templates dabei. Einige der älteren Themes sind kostenlos, aber optisch nicht so der Hammer.
Sagte ich, dass kostenlose WordPress-Themes nicht schön sind? Das stimmt zum Glück nicht ganz. Auf den folgenden Seiten findest du einige sehr hübsche Themes, die dich keinen Cent kosten werden.

Ein hübsches kostenloses Theme: wp avatar
Welche Download-Seiten für kostenlose oder kostenpflichtige WordPress-Themes gefallen dir am besten? Kennst du weitere gute Quellen für qualitativ hochwertige Themes? Welches ist dein Lieblings-Theme? Ich freue mich auf deinen Kommentar!
P.S. Wenn du trotzdem ein individuelles Theme gestalten lassen möchtest und einen begabten Webdesigner suchst, sag mir Bescheid. Ich verrate dir gerne ein paar gute Adressen ;)
Ahäm…dann erlaube ich mir mal, Werbung in eigener Sache zu machen.
Bei mir auf http://www.der-prinz.com gibt es auch eine (bisher kleine) Auswahl an hochwertigen Premium Themes für 29,90 EUR pro stück oder 49,90 für alle im All-Themes-Pack. Alle Themes verfügen über eine Deutsche Sprachdatei und in meinem Supportforum gibt es auch Deutschsprachigen Support für Käufer der Themes.
@Michael: Danke für die Ergänzung. Deine Themes gefallen mir gut. Nur so aus Interesse: Kann das nicht zu rechtlichen Problemen führen, wenn du ein Theme «SpiegelMagazine» nennst?
Eher nicht, weil der Name nichts mit einem gewissen Printprodukt zu tun hat, sondern sich vom Jazz Gitaristen Russ Spiegel ableitet. Und da ich den persönlich kenne, habe ich seine Einwilligung ;-)
Das ist natürlich etwas anderes ;) Danke für die Erklärung. Solche Hintergrundinfos können manchmal ganz interessant sein.
Hallo Barbara,
vielen Dank für die Verlinkung auf unseren Artikel. Ich habe wieder viele neue interessante Themes gefunden, auch wenn wir für unsere Projekte immer unser eigenes Design basteln. Naja eher Susi, um genau zu sein. Aber solche Zusammenstellungen bieten eine gute Inspiration für die eigene Umsetzung und Ideenfindung. ;)
Was die Qualität angeht, gibt es sowohl kostenpflichtige, als auch kostenlose gute fertige Themes. Der Unterschied besteht meist darin, dass es bei einem kostenlosen Theme wahrscheinlicher ist, dass es auch von vielen anderen Bloggern verwendet wird.
Viele Grüße… Torsten
@Torsten: Vielen Dank für deine Meinung :) Es ist tatsächlich so, dass man gute kostenlose Themes oft nicht nur einmal antrifft. Je nachdem, welche Ziele man mit einem Blog verfolgt, ist das nicht so schlimm. Ansonsten ist der Wiedererkennungswert aber schon wichtig. Ein weiterer Vorteil kostenpflichtiger Themes: Sie sind meist mit vielen vorprogrammierten Funktionen ausgestattet. So viel Aufwand können sich die Entwickler kostenloser Themes meist nicht leisten. Wenn man sich selbst ein wenig auskennt, kann man das Nötige natürlich ergänzen.
Du nennst die vielen zusätzlichen Funktionen einen Vorteil. Das habe ich anders erlebt.
Ich mußte bisher dreimal mit fertigen, kostenpflichtigen Themes arbeiten. Der PHP-Code, den die mitgebracht haben, war schlicht für die Tonne: Langsam, unübersichtlich, mit »Features« überfrachtet, die ganz klar in Plugins gehören.
Ich würde nicht die Frage nach dem Preis stellen — der ist bei solchen Angeboten wirklich vernachlässigbar — sondern nach dem Nutzen für die eigene Website: Kann ich den Code schnell an meine Bedürfnisse anpassen? Ist er ordentlich dokumentiert? Sind einzelne Funktionen komplett abschaltbar, ohne weitere Abfragen an die Datenbank oder das Dateisystem auszulösen? Wird ordentlich gecacht, und bleibt der globale Namensraum sauber?
Hier haben viele kostenpflichtige Themes sogar einen Nachteil: Man kann sich den Code vorher nicht ansehen.
Was nützt ein hübsches Layout, wenn die Ladezeit mehr als 10 Sekunden beträgt und jede Änderung nur vom ursprünglichen Autor vollzogen werden kann?
@Thomas: Vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht. Stimmt, wenn man an einem vorgefertigen Theme viel ändern muss, kann dies mühsamer sein, als ein einfaches Theme zu erweitern.
Definitiv fehlt: Studiopress! Mit der Genesis-Frameworktechnik 1a anzupassen – auch als sehr großes CMS nutzbar. Dazu sehr sauber gecodet und super SEO-optimiert. Dazu recht günstig mit gutem Support.
Sorry – ich bin schon lange “studiopress addicted” :-)
StudioPress ist definitiv erwähnenswert. Obwohl so langsam alles recht gleich ausschaut, was von Brian Gardner & Co. komt. Die Startseiten unterscheiden sich, der Rest ist sehr gleichartig. Bei der Menge der mittlerweile verfügbaren StudioPress Themes etwas langweilig.
Außerdem kann es schon mächtig anstrengend sein, wenn man bei Genesis Anpassungen fernab der Theme Optionen machen will. Da hat der gute Brian schon eine ganz eigene Welt gebaut ;-)
Dennoch: Ich find´s auch gut und arbeite recht gerne damit.
Vielen Dank für die Ergänzung. Hier noch der Link dazu:
StudioPress.
Als Newbie frage ich mich
- wie geht Wordpress eigentlich?
- Wie fange ich an?
- Wie sind gute first steps nachzulesen?
Ein Beginner
Daniel
Ein guter Tipp für Anfänger: http://www.wpbeginner.com/
Hallo Barbara,
zu Elegant Themes solltest du vielleicht ergänzen, dass die 39$ jedes Jahr fällig werden solange man das “Abo” nicht kündigt. Wer das berücksichtigt bekommt hier jedoch für sehr wenig Geld eine Menge geboten, wie ich finde.
Gruß Lucien
Danke für die Ergänzung, Lucien :)
alsoo,ich finde die kostenpflichtigen themes sehr ansehenswert und die themes sind meistens viel detailgetreuer,jedoch muss ich sagen dass wenn man sucht,man auf jedenfall auch ein schönes kostenloses theme findet:-)
ich hab mir auch so eins gesucht
Ich persönlich bevorzuge doch die Premium Themes, da man für wirklich wenig Geld professionelle Templates bekommt. Die meisten davon sind auch schon funktional aufbereitet und man kann noch immer eigene Anpassungen vornehmen. Richtig gute kostenlose Themes sind meisten mit Footer Links bestückt, die auch noch (nicht alle) auf fragwürdigen Webseiten verlinken. Einfach und schnell investieren und sofort los bloggen, was will man mehr?