Interessante Blog-Artikel zu schreiben ist eine Sache. Für einen guten Beitrag einen attraktiven Titel zu finden, ist noch einmal etwas ganz anderes. Beides trägt massgeblich zum Erfolg eines Blogs bei. In diesem Artikel erfährst du, wieso gut gewählte Blog-Überschriften so wichtig sind und wie du wirksamere Titel texten kannst.
Viele Experten nennen an dieser Stelle zuerst die Suchmaschinenoptimierung. Das ist sicherlich richtig: Google gewichtet den Inhalt von Überschriften besonders stark. Ausserdem verwenden viele Blog-Systeme die Artikel-Überschrift als Browser-Titel. Dieser ist für optimale Suchpositionen ganz zentral.
Noch wichtiger als die Suchmaschinen sind die Leser, die dein Artikel ansprechen soll. Ein Titel kann noch so suchmaschinenfreundlich sein, wenn er für Menschen uninteressant ist, hat er seinen Zweck verfehlt. Der Inhalt der Headline entscheidet darüber, ob Google-Nutzer sie anklicken oder nicht. Auch wer auf einem anderen Weg auf deinen Blog gelangt, liest den Artikel nur, wenn der Titel ihn anspricht. In sozialen Netzwerken wie Twitter können gut gewählte Headlines zudem wahre Kettenreaktionen auslösen. Gerade in letzter Zeit habe ich oft erlebt, wie viele Besucher ReTweets anlocken können.
Der Titel gibt dem Leser wichtige Informationen darüber, was er im Artikel erfahren wird. Die Headline sollte deshalb so präzise wie möglich den Inhalt des Beitrags zusammenfassen.
Wirksame Titel machen den Leser neugierig. Aufmerksamkeit lässt sich mit vielen Mitteln wecken. Provokative Titel können hilfreich sein. Aber Achtung: Die Zielgruppe nicht verschrecken! Besser sind oft sogenannte magnetische Wörter, die dem Leser etwas ganz Besonderes versprechen. «Das Geheimnis …», «Schnell und einfach …», «Kostenlos …» – Einen interessanten (englischen) Artikel zu diesem Thema findest du hier:
99 Headline Techniques Revealed

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Leser interessieren sich für Artikel, von denen sie sich einen besonderen Nutzen versprechen. Menschen wollen beispielsweise Geld verdienen, Zeit sparen, toll aussehen, Spass haben, gesund sein. Wenn du mehr dazu erfahren möchtest, empfehle ich dir diesen Artikel:
Die Psychologie hinter Verkaufstexten
Natürlich kannst du auch spezifischere Vorteile in einem Titel erwähnen. Wie du deine Headline am besten formulierst, hängt von deiner Zielgruppe und vom Inhalt deines Artikels ab.
Ein oder zwei wichtige Keywords, die im Inhalt deines Artikels vorkommen, solltest du wenn möglich auch in den Titel einbauen. Wenn du wissen willst, welche Schlüsselwörter suchmaschinentechnisch gesehen besonders viel Erfolg versprechen, analysierst du deine Keyword-Ideen am besten mit dem Google AdWords Keyword Tool. Dieses Hilfsmittel verrät dir, wie viele Google-Nutzer monatlich nach deinem Keyword suchen, und wie stark deine Konkurrenz ist. Beides ist wichtig für optimale Ergebnisse. Achte jedoch stets darauf, dass die gewählten Schlüsselwörter zum Inhalt deines Artikels passen und dass die Headline trotz Suchmaschinenoptimierung auch für Menschen noch interessant klingt.
Kurze Titel funktionieren meist besser als lange. Ideal sind Überschriften, die der Leser auf einen Blick erfassen kann. Wenn eine Headline doch einmal länger als 65 Zeichen wird, solltest du darauf achten, dass die wichtigsten Keywords am Anfang stehen. Google wertet nämlich nur die ersten 65 Zeichen des Browser-Titels aus.

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Je umfangreicher deine Zielgruppe, desto wichtiger ist es, einfache Begriffe zu wählen. Verzichte auf Wörter, die nicht jeder versteht oder die den Titel unnötig lang und kompliziert machen.
Viele Blog-Autoren verwenden häufig Titel wie «10 hilfreiche Tools für Texter» oder «35 Papier-Texturen für dein nächstes Design». Zahlen haben den Vorteil, dass sie dem Leser sehr konkrete Informationen darüber geben, was ihn erwartet. Die 10 funktioniert aus meiner Erfahrung am besten. Einen interessanten Artikel zu diesem Thema findest du hier:
7 Reasons Why List Posts Will Always Work

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Passiv-Formulierungen, substantivierte Verben und Ähnliches machen Texte unnötig kompliziert und träge. Dies gilt auch für Blog-Titel. Bemühe dich deshalb um einen aktiven Schreibstil. Schlecht sind beispielsweise Überschriften nach folgendem Muster: «Optimale Profilgestaltung». Darunter kann sich der Leser nichts vorstellen. Besser ist: «So gestaltest du dein Profil optimal». Oder auch: «Xing-Profile optimal gestalten». Sieben Tipps für lebendigere Texte habe ich vor einiger Zeit in diesem Artikel zusammengefasst:
Lebendig schreiben: 7 Tipps

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Aufmerksamkeit ist gut, doch versprich deinen Lesern nicht zu viel. Auf gewissen Zielgruppen mögen Titel wie «In einer Woche 1000 Euro verdienen» attraktiv wirken. Auf viele Leser wirken solche Übertreibungen schlichtweg unseriös. Ein anderes Beispiel: Häufig stosse ich bei Suchanfragen auf Artikel mit vielversprechenden Titeln wie «600+ Twitter-Icons». Wenn ich mich zum Beitrag weiterklicke, bin ich meist enttäuscht. Auch wenn es weniger spektakulär klingt: Überschriften wie «20 Twitter-Icon-Sets» sind wahrheitsgetreuer und verärgern niemanden.
Hast du weitere Tipps für optimale Blog-Headlines? Ich freue mich auf deinen Kommentar!
Schöner Artikel und die wichtigsten Punkte sind alle enthalten.
Danke für die Zusammenfassung, Barbara.
Liebe Grüße
Tina
Wirklich guter Artikel! Hab ihn gleich mal in meine Favoriten gepackt, denn manchmal fällt es mir schwer die passende Überschrift zu finden.
Kann nur zustimmen, mein Blogthema mit den meisten Besuchern hat das Wort “Tagebuch” im Titel. Und das ist gar nicht gelogen, erzählt er doch von meinen persönlichen “Erlebnissen”.
Gruß
Ute Schmeiser
Vielen Dank für diesen tollen Artikel, Barbara :-) Du hast da echt wichtige Punkte zusammen gefasst, die ich mir unbedingt merken möchte. Den Verweis auf den Artikel “99 Headline Techniques Revealed” fand ich auch sehr spannend!
Viele Grüße
Ellen
Vielen Dank für eure Feedbacks :)
@Ute: Du sprichst ein wichtiges Thema an. Auch wenn man geschäftlich bloggt, kommt Persönlichkeit bei den Lesern gut an. Blog-Besucher mögen es, wenn der Mensch hinter dem Blog nicht total anonym ist, sondern auch mal über persönliche Erfahrungen schreibt.
Sehr lesenswerter Beitrag.
Danke dafür! Werde mir den Artikel noch ein paar Mal durchlesen und einprägen.