WordWeb

« WordWeb im Netz

SEO-Texte: Wie viel SEO ist sinnvoll?

15. März 2010 . von Barbara Frolik . 7 Kommentare
, , , ,

SEO ist eine erfolgversprechende Möglichkeit, Webseiten zu vermarkten. Es ist deshalb kein Wunder, dass SEO heute hoch im Kurs liegt. Das gilt auch für sogenannte SEO-Texte, die Webmaster massenweise bei SEO-Textern bestellen – oft zu Preisen, die unter aller Würde sind. Und da fängt das Problem schon an. Grundsätzlich ist es sinnvoll, die eigene Webseite für die Suchmaschinen zu optimieren. Aber wie viel SEO ist wirklich nötig?

SEO-Texte: Wie viel SEO ist sinnvoll?
Bild: stock.xchang

Reine SEO-Texte liest kein Mensch.

(Fast) alle Webseiten haben eines gemeinsam: Sie richten sich an Menschen. Auf Webseiten holen sich Menschen Informationen zu gewissen Themen oder suchen nach tollen Produkten. Damit die Website erfolgreich ist, muss sie also Menschen überzeugen. Und damit eine Website Menschen überzeugt, muss sie nicht nur ansprechend aussehen, sondern auch inhaltlich passen. Das heisst wiederum: Die Texte müssen gut lesbar sein und gekonnt Werbebotschaften vermitteln.

Die meisten SEO-Texte, die Webmaster zu Billigpreisen bestellen, sind jedoch nicht von professionellen Werbetextern geschrieben. Die sprachliche Qualität lässt oft zu wünschen übrig (wobei viele Kunden sich dessen nicht bewusst sind). Die Texte sind derart mit Keywords gespickt, dass sie für Menschen schlecht lesbar sind. Eine sorgfältige Recherche ist bei so niedrigen Preisen sowieso nicht möglich. Aus der Sicht des menschlichen Lesers entstehen auf diese Weise langweilige Textwüsten. Interessante Inhalte gibt es anderswo. Und zwar auf Webseiten, die in erster Linie für Menschen gestaltet und geschrieben wurden.

SEO-Texte: Wie viel SEO ist sinnvoll?
Bild: stock.xchang

Was bringen SEO-Texte denn?

Reine SEO-Texte sind vor allem für den Linkaufbau gut. Das heisst: Die Links in diesen Texten werden von Google als Backlinks gewertet, was sich positiv auf die Suchmaschinenplatzierung der Zielseite auswirkt. Wenn menschliche Besucher auf einen Beitrag in einem SEO-Verzeichnis stossen, klicken sie sich jedoch mit grosser Wahrscheinlichkeit gleich wieder weg.

Werbewirksame SEO-Texte: ein Widerspruch?

Werbetext und SEO widersprechen sich nicht grundsätzlich. Es ist durchaus möglich, Werbetexte für die Suchmaschinen zu optimieren. Ich bin jedoch der Ansicht, dass der Umweg über die Artikelverzeichnisse nicht nötig ist. Viel wichtiger ist der Inhalt der eigentlichen Webseite. Wenn die Website nichts taugt, nützen alle externen SEO-Texte nichts.

Deshalb ist es sinnvoll, in erster Linie die eigenen Inhalte zu optimieren. Und zwar so, dass sie primär Menschen überzeugen und erst dann die Suchmaschinen. Die Qualität der Texte muss von A bis Z stimmen – das ist zwar nicht billig, bringt aber garantiert mehr treue Besucher. Zudem sollte man nicht nur die Texte optimieren, sondern alle technischen Mittel nutzen, die für die SEO zur Verfügung stehen.

Und nicht zuletzt muss die Website attraktive und aktuelle Inhalte bieten. Dann wird sie von anderen freiwillig verlinkt, und diese Links sind nicht nur für Google, sondern auch für menschliche Besucher interessant. Für diesen Zweck eignet sich zum Beispiel ein Blog bestens. Und Bloggen ist wiederum ein tolles SEO-Werkzeug. Mehr dazu erfährst du in diesem Artikel:
» Wieso Selbständige bloggen sollten

Jetzt bist du dran!

Welche Erfahrungen hast du gemacht? Wie viel Mühe sollte man in die SEO stecken, und welche Massnahmen lohnen sich wirklich? Ich bin gespannt auf deinen Kommentar!

7 Kommentare

  • Ellen sagt am 15. März 2010

    Ein interessantes Thema, das du in diesem Artikel ansprichst. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass reine SEO-Texte gerne gelesen und weiter empfohlen (bzw. verlinkt) werden.

    Um die eigene Webseite für Google & Co interessanter zu machen, kann ich einen Blog nur empfehlen. Vorausgesetzt das man ehrliches Interesse am Thema und Spaß am Schreiben hat, natürlich :-)

  • Hermann Hohenberger sagt am 15. März 2010

    Drei Aspekte dazu: 1.) es gibt aber auch Texte, die, wenn unter SEO-Aspekten geschrieben durchaus verständlicher sind, da schon mal klar ist welches Wort gepusht werden soll. 2.) Mit einem schwachen Text tut man sich keinen Gefallen. Wenn der Leser (Mensch) den Text nicht versteht dann knallt das auf die Bounce-Rate durch und dann ist de SEO-Effekt auch Geschichte. 3.) Ich kann mir gut vorstellen, dass bei Google das Anti-Spam-Team schon daran arbeitet Texte mit einer bestimmten Länge, zwei oder drei Links und Keyworddichte von X% zu filtern und die Links darin schwächer zu bewerten. Also, wie Sie schon geschrieben haben: Sinn vor Unsinn.

  • Barbara sagt am 16. März 2010

    Vielen Dank für eure Kommentare :)

    @Ellen: Das Thema ist unter Textern heiss umstritten, deshalb wollte ich mich schon lange mal dazu äussern. Und ja, Bloggen ist wirklich eine tolle Methode, eine Website für Google und Besucher interessant zu machen. Es stimmt natürlich, dass man daran Spass haben muss, denn der Aufwand für den Unterhalt kann schon recht gross sein :)

    @Hermann Hohenberger: 1.) Stimmt, sehe ich auch so. Die meisten SEO-Regeln eignen sich durchaus dazu, Texte einfacher zu machen. Die sprachliche Qualität der Texte sollte aber auch sonst stimmen, was leider oft nicht der Fall ist. Damit wären wir bei Punkt 2.) Und 3.) rechne ich auch damit, dass Google irgendwann einen Weg finden wird, reine SEO-Texte zu bestrafen.

  • Thomas sagt am 19. März 2010

    Also im wichtigsten Sinne sind qualitativ hochwertige Bericht, da wir doch für unsere Leser schreiben und nicht für die Suchmaschine

  • Chris sagt am 30. März 2010

    Es kommt aber immer auch auf die Branche an, wenn einen Kindermode-Shop optimieren will und die Besitzerin gerne Texte über Marken und Trends in Ihrem Blog schreibt habe ich doch gleich 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen, denn auf Marken die in dem Shop angeboten werden kann ich ja schließlich ohne Probleme verlinken. Ich würde von den SEO-Maßnahmen die vor 5 Jahren funktioniert haben mittlerweile sehr abraten, wozu sollen bitte Artikelverzeichnisse taugen? Wenn ich ehrlich bin kenne ich niemanden der auf solch eine Webseite geht! Da greife ich doch lieber auf einen gut besuchten Blog zurück der mit einem ähnlichen Thema zu tun hat und frage nach ob es möglich ist einen Gastartikel zu schreiben!

  • Barbara sagt am 30. März 2010

    @Chris: Das sehe ich genau so. Artikelverzeichnisse zielen zu stark am eigentlichen Zweck vorbei. Bloggen ist tausendmal besser, weil gute Blog-Beiträge menschlichen Lesern einen echten Mehrwert bieten – vor allem auch langfristig. Google liebt Blogs, deshalb ist Bloggen auch für die SEO hilfreich. Aber eben nicht nur. Aus einem intelligent konzipierten Blog kann man so viel mehr rausholen als nur gute Suchmaschinen-Positionen.

  • Mario R sagt am 19. Januar 2012

    In erster Linie ist es natürlich wichtig einzigartige Inhalte zu bieten, damit die Leser auf der Website bleiben und diese weiterempfehlen. Dadurch erhält man manchmal auch den ein oder anderen Backlink. Artikelverzeichnisse und andere Blogs um einen Gastartikel zu bitten, ist auch nie verkehrt.

Kommentar schreiben