Seit einigen Jahren ist es möglich, Domain-Namen mit Umlauten zu registrieren. Während Umlaute bei Domains mit den Endungen .ch, .de, .at und .li in der Regel keine Probleme verursachen, kann es bei internationalen Domains wie .net und .com Schwierigkeiten geben. Nicht jeder Browser verarbeitet die Domain-Namen gleich, und die meisten Mail-Programme haben mit Umlauten Mühe. Besonders wenn die Domain auch für Besucher aus dem nicht-deutschsprachigen Ausland zugänglich sein soll, gilt es einige Regeln zu beachten.
Domain-Namen mit Umlauten funktionieren nicht in jedem Browser gleich gut. Der Internet Explorer 6 unterstützt beispielsweise keine IDNs, man kann ihn jedoch mit einem Plugin nachrüsten (auch wenn es sinnvoller ist, einen neueren Browser zu installieren). Ab Internet Explorer 7 sind die Umlaute kein Problem mehr.
Auch mit Firefox (ab Version 0.8) sind internationale Domains mit Umlauten prinzipiell zugänglich, allerdings wandelt er Domain-Namen mit Sonderzeichen aus Sicherheitsgründen für den Benutzer sichtbar in Punycode um. Wenn man beispielsweise den Domain-Namen www.üü.net im Firefox aufruft, macht er daraus www.xn--tdaa.net. Die Website funktioniert dann zwar immer noch, aber hübsch anzusehen ist der Punycode nicht. Ausserdem kann es Probleme mit Dateipfaden (z.B. Bildern) geben, und das Einrichten von CMS und Templates kann etwas umständlich sein.
Welche Browser sonst noch IDNs unterstützen, kannst du hier nachlesen:
Internationalizing Domain Names in Applications
Viele Mail-Programme unterstützen IDNs noch nicht. Sowohl E-Mail-Adressen als auch Links in E-Mails können davon betroffen sein. Zwar gibt es auch für Mail-Programme (z.B. Outlook) Plugins, aber wenn man selbst E-Mail-Adressen und Links mit Umlauten in der Domain verwenden kann, heisst das noch lange nicht, dass der Empfänger das auch kann.
Domain-Namen mit Umlauten sehen vor allem schöner aus als ihre Cousins mit den altbekannten ae-, oe- und ue-Schreibweisen. Besonders für die Kommunikation auf Drucksachen ist die korrekte Schreibweise mit ä, ö und ü deshalb verlockend.
Bei einem aktuellen Projekt habe ich das Problem gelöst, indem ich sowohl die Domain-Variante mit ü als auch jene mit ue bestellt habe. Die Website läuft jetzt auf der URL natuerliches-heilen.net. Auf dem Logo und auf allen Drucksachen steht jedoch die Version mit ü. Wer natürliches-heilen.net direkt in den Browser eingibt, wird dann einfach auf natuerliches-heilen.net weitergeleitet. Im E-Mail-Verkehr wird jedoch die ue-URL verwendet, damit sie sicher bei jedem funktioniert.