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Mehr Follower bei Twitter: Tipps & grösste Fehler

22. April 2010 . von Barbara Frolik . 11 Kommentare
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Die meisten regelmässigen Twitter-Benutzer haben sich bestimmt schon einmal gefragt, mit welchen Tricks man am einfachsten neue Twitter-Follower gewinnt. Inzwischen darf ich mich über eine rasant wachsende Liste von fast 570 Followern freuen und kann, glaube ich, zu Recht sagen, dass ich in den letzten neun Monaten nicht allzu viel falsch gemacht habe. Einige meiner Erfahrungen möchte ich heute mit meiner Leserschaft teilen. In diesem Artikel erfährst du, welche Tricks beim Follower-Anwerben Erfolg versprechen und welche Methoden sich gemäss meiner Erfahrung eher weniger eignen.

Mehr Follower bei Twitter

Mehr Follower bei Twitter: So macht man es richtig.

Follower-Tipp Nr. 1: geeignete Tweet-Inhalte wählen

Wie so oft nenne ich den Inhalt ganz bewusst an erster Stelle. Eine grosse Anzahl von treuen Followern gewinnt man nur dann, wenn man es schafft, mit den eigenen Tweets einen Mehrwert zu bieten.
Was man unter «Mehrwert» versteht, hängt vor allem von der Zielgruppe ab. Manche Twitterer zwitschern regelmässig interessante Links zu einem bestimmten Thema. Andere schaffen es, die Follower mit besonders humorvollen Tweets bei Laune zu halten. Ein gutes Beispiel dafür ist das Twitter-Profil von @haekelschwein.

Wichtig ist auf jeden Fall, dass man eine gewisse Linie beibehält. Wer sich auf einen bestimmten Themenkreis spezialisiert, wird in der Regel mehr Erfolg haben als jemand, der über X-Beliebiges zwitschert.

Mehr Follower bei Twitter
Das @haekelschwein ist wegen seiner witzigen Sprüche sehr beliebt.

Follower-Tipp Nr. 2: das eigene Twitter-Profil angemessen gestalten

Der erste Eindruck zählt. Auch bei Twitter. Bei der Gestaltung des eigenen Twitter-Profils sollte man deshalb einiges beachten. Wichtig ist einerseits ein geeignetes Profil-Foto. Auf keinen Fall solltest du den Standard-Avatar stehen lassen. Das wirkt nicht nur unpersönlich, sondern vermittelt auch den Eindruck, dass dir dein Twitter-Profil nicht besonders viel bedeutet. Auch die Profil-Beschreibung solltest du nicht leer lassen, sondern die 160 Zeichen gezielt nutzen. Viele Twitter-Experten empfehlen zudem, das Twitter-Profil mit einem passenden Hintergrund zu dekorieren. Ich selber benutze immer noch einen Standard-Hintergrund und habe nicht den Eindruck, dass sich dies besonders negativ auswirkt. Viele aktive Twitterer zwitschern so oder so nicht über Twitter, sondern über Applikationen wie TweetDeck, in denen Profil-Hintergründe nicht sichtbar sind.

Follower-Tipp Nr. 3: das eigene Twitter-Profil verlinken

Viele Twitter-Benutzer sind auch Blogger. Oder man könnte umgekehrt sagen: Viele Blogger sind auch Twitter-Benutzer. Kein Wunder, denn Twitter und Blogs passen super zusammen. Über das eigene Twitter-Profil kann man eigene Blog-Beiträge weiterempfehlen. Und der eigene Blog lässt sich wunderbar mit Twitter verlinken. Am wirksamsten sind solche Links, wenn sie gut sichtbar sind. Das heisst, sie sollten sich an einer geeigneten Stelle befinden und sofort ins Auge stechen. Viele verwenden zu diesem Zweck ein witziges Twitter-Icon, von denen es im Internet inzwischen jede Menge gibt.

Mehr Follower bei Twitter
Kreative Twitter-Icons von Elmastudio.

Twitter-Profile kann man aber auch anderswo verlinken. Zum Beispiel in Foren-Signaturen, in Twitter-Verzeichnissen oder in sozialen Netzwerken. So ist es bei Xing heute für viele selbstverständlich, neben der Firmen-Website auch einen Link zum Twitter-Profil zu veröffentlichen.

Follower-Tipp Nr. 4: andere Twitter-Benutzer weiterempfehlen

Wer andere weiterempfiehlt, wird selbst auch öfter weiterempfohlen. Beliebte Möglichkeiten sind das sogenannte ReTweeten oder der FollowFriday. Wenn andere dich weiterempfehlen, ist ein kurzes Dankeschön auf jeden Fall angebracht.

Mehr Follower bei Twitter

Follower-Tipp Nr. 5: kommunizieren (aber nicht übertreiben)

Persönlichkeit ist sympathisch. Deswegen ist es sicher nicht verkehrt, auch mal einen kurzen Tweet über das aktuelle Befinden zu veröffentlichen oder allen einen wunderschönen guten Morgen zu wünschen. Ausserdem kannst du dem einen oder anderen Twitterer eine Freude machen, indem du auf seine Tweets antwortest. Auf diese Weise kannst du eine persönliche Beziehung zu deinen Followern aufbauen. Und treue Follower sind die besten Follower, die du dir wünschen kannst.

Folgendes solltest du beim Kommunizieren über Twitter jedoch beachten: Jede @-Nachricht, die du an einen anderen Twitterer schickst, ist für alle sichtbar, jedoch nicht für alle besonders spannend. Zu viele @-Nachrichten können nerven. Deshalb ist es manchmal sinnvoller auf Direktnachrichten auszuweichen, die nur der eigentliche Empfänger lesen kann.

Mehr Follower bei Twitter
Solche Konversationen können entstehen, wenn man über störrische Computer-Mäuse zwitschert.

Follower-Tipp Nr. 6: anderen folgen (aber nicht wahllos)

Wenn du treue Follower gewinnen willst, ist es sicher keine schlechte Idee, auch anderen zu folgen. Allerdings darfst du dabei ruhig etwas wählerisch sein. Manche Twitter-Benutzer folgen automatisch jedem Follower. Ich persönlich bevorzuge es, nur jenen zu folgen, deren Tweets mich wirklich interessieren. Anderen nur zu folgen, um sie auf das eigene Profil aufmerksam zu machen, bringt meines Erachtens nicht viel.

Follower-Tipp Nr. 7: den richtigen Rhythmus finden

Wer nur ein oder zwei Tweets pro Woche veröffentlicht, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nie ein umfangreiches Twitter-Netzwerk aufbauen können. Nur wer regelmässig zwitschert, ist für Follower interessant. Wie bei den meisten Dingen ist es jedoch auch hier sinnvoll, nicht zu übertreiben. Zu viele Tweets auf einmal können eine abschreckende Wirkung haben. Wenn du über den Tag verteilt zwitscherst, sind die einzelnen Tweets aber auch besser sichtbar, und damit wirksamer.

Die schlimmsten Twitter-Sünden

Der absolute Follower-Schreck: Spam

Wie überall ist Spam auch auf Twitter unbeliebt. Gerade auf Twitter gibt es sehr vielfältige Möglichkeiten, als Spammer aufzufallen. Dazu gehören nicht nur ganz offensichtliche Spam-Tweets in Form von Direkt- und @-Nachrichten. Auch wer jedem neuen Follower eine unpersönliche Begrüssungsnachricht mit einem Link zur eigenen Website schickt, macht sich damit nicht unbedingt Freunde.
Zudem sollte man es vermeiden, ausschliesslich über eigene Dienstleistungen zu zwitschern. Nur für sich selbst Werbung zu machen, ist auf Twitter tabu und wirkt wenig glaubwürdig. Treue Follower zu finden ist mit dieser Strategie sehr schwierig.

Bringt nichts und ist verboten: Follower «kaufen»

Im Internet gibt es verschiedene Anbieter, die mehr Follower versprechen. Oft gegen Bezahlung, manchmal muss man sich auch nur registrieren und einigen bereits angemeldeten Mitgliedern folgen. Peinlicherweise muss ich gestehen, dass ich vor einer Zeit so einen (kostenlosen) Dienst ausprobiert habe. Deshalb weiss ich aber auch, dass solche Portale wenig bringen. Die Follower, die man dadurch gewinnt, sind genauso schnell wieder weg. Denn sie folgen anderen ja nicht aus echtem Interesse, sondern weil das Portal es ihnen vorschreibt. Nach einigen Tagen verabschieden sich die meisten wieder. Seit kurzer Zeit sind Follower-Portale aber sowieso verboten. Also: Hände weg!

Jetzt bist du dran!

Welche Erfahrungen hast du gemacht? Welche Massnahmen bringen loyale Follower, welche eher nicht? Ich bin gespannt auf deinen Kommentar!

11 Kommentare

  • Oliver Schmid sagt am 22. April 2010

    Hehe.. danke für die Tipps. Das bin ja ich da, mit dem superspannenden Tweet… hurra!!

    Was mich grundsätzlich wundert ist dass in den Twitter Charts praktisch nur solche Leute sind, die vor allem oft aber mit wenig Qualität twittern. Die schreiben jeden “Furz” da rein und haben trotzdem 2000 Followers.

    Ich glaube auch dass die Menge nicht so viel aussagt, denn deren Tweets werden dadurch weniger aufmerksam gelesen.

    Qualität anstelle von Quantität, meine Charts wären dann so: Mit möglichst wenig Tweets und mit wenig Following möglichst viele Followers zu erreichen.

  • Christian sagt am 22. April 2010

    Hm, einerseits ein richtig guter Beitrag, andererseits denke ich, dass manche Punkte einem vom gesunden Menschenverstand mitgegeben werden.
    Zu Punkt 2: Ich klicke bei potentiellen Followern fast immer auf ihre Seite und wenn Inhalt UND Optik stimmig sind folge ich gerne. Außerdem schaue ich mir auch immer die verlinkte Homepage an oder lese etwas im Blog.
    Zu Punkt 4: Empfehlungen wie ‘@aaa @bbbb @cccc #ff’ am FollowFriday ignoriere ich. Einem nützlichen RT oder einer @-Antwort die mich neugierig machen folge ich durchaus. Und das an 7 Tagen in der Woche.

    Ein gutes Beispiel wie interessante Tweets und Blogposts harmonieren und mich als Leser zwischen beiden pendeln lassen bist übrigens du selbst, das musste ich mal loswerden. Bitte weiter so!

  • Gerrit Edzards sagt am 22. April 2010

    Es ist eben doch ein wenig wie im Leben, denn es muss die richtige Mischung aus Lachen, Weinen, Tratsch und Informationen inkl. Rhythmus gefunden werden. :)

    Wie immer ein guter Artikel, trotz oder grade wegen des “Follower kaufen”-Outings. :)

  • Barbara Frolik sagt am 22. April 2010

    Vielen herzlichen Dank für eure Kommentare!

    @Oli: Manchmal wundere ich mich auch, wie es so uninteressante Twitter-Benutzer schaffen, so viele Follower zu bekommen. Meist sind es wahrscheinlich jene, die möglichst vielen folgen und sich vielleicht auch Follower gekauft haben. Wie auch immer: 2000 Follower bringen gar nichts, wenn man sonst nicht viel zu bieten hat.

    @Christian: Danke für deinen Erfahrungsbericht. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich beim FollowFriday auch nicht mehr oft mitmache. Inzwischen folge ich so vielen interessanten Leuten, dass ich mich kaum entscheiden kann, wen ich empfehlen soll. Manchmal ist es aber einfach eine nette Geste, jemanden in einem #FF zu erwähnen.

    @Gerrit: Jep, die Anmeldung bei dieser Plattform hätte nicht sein müssen. Ich war neugierig, obs was bringt. Geld hätte ich dafür aber nicht ausgegeben. Wie auch immer: Bereits wenige Minuten nach der Anmeldung habe ich meine Neugier bereut. Nämlich dann, als der Anbieter einen Spam-Tweet über mein Profil veröffentlichte, ohne mich vorher zu fragen.

  • Oliver Schmid sagt am 22. April 2010

    Was ich noch anfügen wollte, das “Follow me” Icon kann man schon gross und auffallend gestalten.

    Allerdings muss man bedenken dass dies dann die anderen Inhalte verdrängt. Das ist wie in einem Restaurant, ist einer laut müssen die anderen wiederum auch lauter werden. Dies hat zur folge dass der erste noch lauter wird usw.

  • Barbara Frolik sagt am 22. April 2010

    @Oli: Ich finde nicht, dass das Icon riesig sein muss. Es sollte einfach gut sichtbar sein. Damit meine ich, dass man den Twitter-Link z.B. nicht unbedingt winzig klein im Footer verstecken sollte.

  • Thomas Kekeisen sagt am 23. April 2010

    @Oli Die “Twitter-Charts” werden – mal von “den paar Stars” abgesehen – von irgendwelchen Bots dominiert. Ich folge “zufällig” mehr oder weniger den 2000 aktivsten Twitter-Accounts und neben DM-Spam zu irgendwelchen mit Trojanern verseuchten “Get more follower”-Tools und “Wie wirst du im Leben erfolgreicher”-Quatsch kommt da kein wirklicher mehrwert. Die Follower gehen genau so schnell wieder, wie neue kommen, das ist der Trick – und die Charts machen’s möglich.

    (Btw., kleiner Bug im Blog: Drücke ich im “Namen”-Feld TAB, lande ich oben Rechts auf dem Absende-Button der Suche, anstatt im “E-Mail”-Feld)

  • Ellen sagt am 23. April 2010

    Super Artikel, vielen Dank für diese Tipps, Barbara :-)

    Mir macht Twitter sehr viel Spaß, und ich freue mich auch immer sehr über die positive Resonanz der Twitter-Community :-) Die Twitter-Extensions von Google Chrome finde ich sehr praktisch, es erleichtert das Twittern sehr, und ich twittere sehr viel mehr, seit ich die Extension installiert habe.

    Viele Grüße und Happy Friday ;-)
    Ellen

  • Barbara Frolik sagt am 23. April 2010

    @Thomas: Vielen Dank für deine aufschlussreiche Erklärung und für den Hinweis auf den Bug. Mal schauen, ob meine Programmier-Kenntnisse ausreichen, um diesen kleinen Schönheitsfehler zu beheben :)

    @Ellen: Danke dir für den Tipp zu den Extensions. Ich nutze Google Chrome zwar nicht, finde aber, dass die Art von Twitter-Tools das Zwischern generell leichter und auch spannender machen. Mein Favorit ist immer noch TweetDeck. Happy Friday & ein schönes Wochenende :)

  • Divena sagt am 2. Mai 2010

    Ich habe für Kunden schon mehrere grosse Twitterprofile aufgebaut und das geht am schnellsten in dem man anderen folgt, die gerade aktiv sind (die jeweils ersten 10 aus einer Followerliste eines grösseren Profils) und am nächsten Tag unfollowed man alle, die nicht zurückgefolgt haben – so baut man im Schnitt 200-300 neue Follower am Tag auf. Mit Tweetlater kann man das automatische Folgen aktivieren. Eine aggressive Methode – aber funktioniert!

  • ingolf sagt am 15. Januar 2011

    Meine Erfahrung (beim Folgen): Quasselstrippen fliegen bei mir erbarmungslos wieder aus der Following-Liste heraus. Das sind insbesondere auch Tages- und Wochenzeitungen, Nachrichtenticker, aber auch Privatleute. Wer alle paar Minuten einen Tweet schickt, müllt mir – der ich tagsüber auch noch arbeiten muß – meine Timeline zu. Das bewerte ich selbst dann derart negativ, wenn die Tweets selbst schon sinnvoll wären.
    Aus Erfahrung klug geworden, schaue ich mir inzwischen bereits vor dem Folgen die Tweet-Intensität und – wenn möglich – die Webseite an.

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