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Neue Ziele, neues Design

6. Mai 2010 . von Barbara Frolik . 9 Kommentare

Einige von euch wissen es bereits, für andere mag diese Nachricht etwas überraschend kommen: WordWeb bekommt bald ein neues Design. Was, schon wieder? Ja, es muss sein. Nicht, weil mir das aktuelle Layout nicht mehr gefällt. Sondern weil sich hier seit Anfang Jahr schon wieder so viel verändert hat, dass nichts mehr richtig passt. Einige Gedanken dazu möchte ich heute mit euch teilen.

WordWeb kriegt ein neues Design.

Weniger ist mehr.

WordWeb hat bald das erste Jahr hinter sich. Dass sich ein Unternehmen in der Anfangszeit schnell entwickelt, ist vermutlich normal. Manchmal geht es dabei in eine etwas andere Richtung, als man zu Beginn dachte. Das muss nicht unbedingt negativ sein. Was mich betrifft, habe ich in letzter Zeit immer deutlicher gespürt, dass ich mir letzten Sommer zu viel vorgenommen habe. Anfangs war es zwar toll, so vielseitig zu arbeiten. Inzwischen ist mir jedoch klar geworden, dass ich auf die Dauer nicht alles machen kann.

Mehr Text, weniger Webdesign

Konkret bedeutet dies: In Zukunft möchte ich mich vor allem auf das Texten konzentrieren und weniger Webdesign machen. Zwar gestalte ich sehr gerne Webseiten, wenn mir die nötige Musse fehlt, bringen mir Webdesign-Aufträge aber eindeutig mehr Stress als Spass. Bevor ich mit WordWeb in die Selbständigkeit gestartet bin, war Webdesign für mich immer ein Hobby. Und das soll es jetzt wieder werden. Oder anders gesagt: Ich will nicht darauf angewiesen sein, mit Webdesign Geld zu verdienen. Wenn ich Lust dazu habe, dann gerne. Ansonsten werde ich diesen Bereich immer mehr an meine Partner abgeben.

Das Texten fällt mir auch in Zeiten hoher Auslastung wesentlich leichter. Denn das Texten ist viel mehr als ein Hobby. In den drei Jahren als Agenturtexterin habe ich gelernt, auch unter Hochdruck kreativ zu sein und gute Qualität zu liefern. Wenn man das mal erlebt hat, empfindet man das Schreiben nicht so schnell als stressig.

Nicht zuletzt sehe ich das Texten aber auch als meine grösste Stärke. Und wenn man auf die Dauer erfolgreich sein will, ist es ja bekanntlich sinnvoll, sich auf seine Stärken zu konzentrieren und sich als Experte für ein bestimmtes Fachgebiet zu positionieren. Wenn man zu viel auf einmal machen will, ist dies jedoch schwierig. Man verzettelt sich, ist permanent unter Strom und läuft Gefahr, an Qualität zu verlieren.

Genug gespielt, jetzt wirds ernst!

Da sich auf dieser Website inhaltlich vieles ändern wird, empfinde ich es als notwendig, auch das Layout noch einmal komplett neu zu gestalten. Wie wird es aussehen? Du ahnst es vielleicht schon: So ähnlich wie auf dem Bild am Anfang dieses Artikels. Oder auch ganz anders, falls es mir morgen bereits nicht mehr gefällt. Insgesamt soll das neue Design weniger bunt und verspielt sein. In den letzten 10 Monaten habe ich genug experimentiert. Jetzt wirds Zeit für mehr Reife und Professionalität. WordWeb wird deswegen aber nicht langweilig, versprochen! Ich habe da schon einige nette Ideen …

Alles mit der Ruhe

Wann kommt denn das Redesign? Das kann ich euch jetzt noch nicht sagen. Heute habe ich damit angefangen. Ich lasse mir aber Zeit. Diesmal will ich etwas schaffen, das nicht in einem halben Jahr schon wieder passé ist. Und der Entwicklungsprozess soll Spass machen.

So, jetzt ist aber Feierabend. Eigentlich habe ich mir mal verboten, um diese Zeit noch zu bloggen. Immerhin war ich nicht den ganzen Abend am Computer, sondern habe zwischendurch eingekauft und was Leckeres gegessen … Ich wünsche euch allen einen erholsamen Donnerstagabend!

9 Kommentare

  • Tamer sagt am 7. Mai 2010

    Ich hab auch ständig das Gefühl mein Laxyout nach einigen Tagen wechseln zu müssen. Ganz schlimm bei meinem Fotografie Blog :(

    Bin aber gespannt und hoffe es geht trotzdem wie gewohnt weiter.

  • Stefan Amport sagt am 7. Mai 2010

    Habe in meiner, mittlerweile 4-jährigen, Selbständigkeit mehrmals die selbe Erfahrung gemacht. Es ist immer wieder interessant, neue, ungeahnte Chancen zu packen. Aber auch toll, Altlasten abzuwerfen und gewisse Dienstleistungen nicht mehr anzubieten. Eine tolle Freiheit!

    Weiterhin viel Spass auf deiner “Reise”! ;-)

  • Tina sagt am 7. Mai 2010

    Ich kann Deine Entscheidung sehr gut nachvollziehen. Die Konsequenz ist wichtig, die Du gezogen hast. Ein Projekt Selbständigkeit ist von langer Dauer, es soll viele Jahre, Jahrzehnte ein Begleiter sein. Und ein Begleiter macht nur Freude, wenn man mit ihm harmoniert. Und was Freude bringt, erzeugt bessere Leistungen – und sichert so optimaler die (finanzielle) Zukunft. :-)

    Ich werde die Entwicklung hier gespannt verfolgen und Dir natürlich die Daumen drücken!

    Liebe Grüße in die Schweiz!
    Tina

  • Webstandard-Blog sagt am 7. Mai 2010

    Gut Entscheidung und der Entwurf am Anfang dieses Artikels sieht viel versprechend aus ;o)

  • Stefan Zollondz sagt am 7. Mai 2010

    Hallo Barbara, ja das scheint immer wieder so zu gehen, meine Firmenseite entsteht auch gerade wieder neu, weil auch ich kein Webdesign mehr machen möchte und dafür ein neues Thema dazu kommt und anscheinend nichts mehr so richtig zusammen passt.
    Am Anfang fand ich das noch schlimmer: Weil meine Angebote nicht alle aus der gleichen Branche kommen, dachte ich, ich brauche eine eigene Seite für jedes Angebot. Im Laufe der Zeit hat sich dann aber alles zusammengefunden und jetzt kann ich mein Angebot mit gutem Gefühl und einer Klammer, die alles zusammenhält, auf einer Seite präsentieren. Das war für mich schon mal ein großer Fortschritt.
    Was mich an dir wirklich fasziniert ist die Art, wie du alle an deinem Leben und deiner Arbeit teilhaben lässt! Hier in Deutschland gibt es Technologiezentren, meistens große moderne Gebäude, in denen Gründerinnen und Gründer Büros anmieten können und die gesamte Infrastruktur nutzen können. Manchmal kommt es mir vor, als wenn wir dort Büro an Büro arbeiten würden und ich einfach mal gerade zu dir rüber gehen kann, dich etwas fragen, oder einen Auftrag an dich abgeben kann, der für dich vielleicht viel besser passt, als für mich.
    Nicht dass ich in so einem Zentrum arbeiten wollte, der Blick hier aus meinem Büro in den Garten ist mir viel lieber, aber der Vergleich passt vielleicht ganz gut. Dabei haben wir weder jemals miteinander telefoniert, noch persönlich mal “in echt” kennen gelernt.
    In meinem Bekanntenkreis gibt es immer wieder Freiberufler, die sich beklagen, dass sie so alleine vor sich hin arbeiten müssen, da finde ich den Weg, den du gehst ganz schön vorbildlich. Und neben diesen ganzen Aktivitäten twitterst du auch noch nahezu unaufhörlich Tipps und Links in die Welt … alle Achtung!
    Ich freue mich über dich, als eine (virtuelle) Kollegin, die meinen Arbeitstag ganz oft bereichert und schaue mal, was ich so von dir lernen kann in Bezug auf mein Leben im Web 2.0 und Social Media.
    Und auf deine Neuausrichtung bin ich auch gespannt!

  • Oliver Schmid sagt am 7. Mai 2010

    Sehr gut, da freue ich mich drauf. Lass mal noch die Linien weg. Dann kriegen die Worte WEBTEXTE, WERBETEXTE, TECHIETEXTE, WEBDESIGN gleich viel mehr Aufmerksamkeit.

    Fokussierung ist immer gut. Warum sollte man machen, was man am zwietbesten kann, wenn man auch machen kann, was man am besten kann. Äh.. sorry, texten ist nicht so mein Ding, aber ich glaube du weisst was ich meine.

  • Barbara Frolik sagt am 7. Mai 2010

    Vielen Dank euch allen für die vielen Kommentare :)

    @Tamer: Dieses Problem kenne ich seit eh und je. Aber ich glaube (hoffe), diesmal wird es länger dauern.

    @Stefan Amport: Ich finde es sehr wichtig, dass man sich genügend Freiheiten nimmt. Die Selbständigkeit ist ein Teil des Lebens, deshalb muss sie so gut wie möglich zu einem passen. Wenn zu viel nicht stimmt, kann das auf die Dauer sehr belastend sein.

    @Tina: Das sehe ich auch so. Freude ist wichtig, sonst lohnt sich die ganze Mühe zu wenig.

    @Webstandard: Danke :)

    @Stefan Zollondz: Ich glaube, du hast gerade den längsten Kommentar geschrieben, den ich in meinem Blog bisher gelesen habe. Es ist schön zu wissen, dass es nicht nur mir so geht. Die Einsamkeit macht mir manchmal tatsächlich zu schaffen. Jetzt, wo es wieder wärmer ist und man abends gerne rausgeht, ist es aber einfacher. Man muss einfach aufpassen, dass man vor lauter Arbeit die sozialen Kontakte nicht zu sehr vernachlässigt. Vor allem auch die «realen» Freundschaften. Vielen Dank für deine motivierenden Worte :)

    @Oliver: Dachte ich mir schon, dass von dir ein Kommentar zu den Linien kommt ;) Mal schauen, was ich damit mache. Ohne Linien wirkt mir das Ganze etwas zu langweilig. Aber vielleicht finde ich eine andere Lösung.

  • Oliver Schmid sagt am 7. Mai 2010

    Linien sind an und für sich langweilig. Stell dir nur vor, die Seite bestünde nur aus Linien und ohne Text. Das wäre doch extrem langweilig.

    Was ich mir im neuen Blog noch wünsche wäre so ein Feld zum anwählen mit “Über künftige Kommentare hier per E-Mail informiert werden.”

  • Ellen sagt am 10. Mai 2010

    Hallo Barbara,
    deine Ideen und dein Konzept finde ich klasse! Und auf das neue Design freue ich mich schon sehr, dein Entwurf sieht wirklich ganz toll aus :-)

    Ganz liebe Grüße und einen guten Start in die neue Woche :-)
    Ellen

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